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Wegbegleiter November - Eine neue Stadt

Wegbegleiter November - Eine neue Stadt

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott aus dem Himmel herabkommen,
bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
(Offenbarung 21,2)

Eine neue Stadt

Kairo erfindet sich gerade neu. 40 Milliarden Euro werden investiert, um eine Retortenstadt zu bauen. Die alte Hauptstadt platzt aus allen Nähten. Fast 20 Millionen Einwohner. Die Infrastruktur zerfällt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Millionen leben im Schmutz ohne Perspektive.
Nun wächst 50 Kilometer ostwärts eine Stadt der Superlative aus dem Wüstensand. Die Vision der Regierung für das Ägypten von morgen. Aus dem Nichts entstehen Wohnblöcke für bis zu sechs Millionen Menschen. Als virtuelle Animation hübsch anzuschauen. In der Realität ernüchternd. Die Mehrheit der Menschen im Land hat nichts davon.
Wenn Gott etwas Neues schafft, wird das Alte nicht nur ein bisschen besser gemacht. Die Dinge dieser alten Welt unter diesem alten Himmel werden nicht nur ein bisschen heller gemacht. Johannes sieht dieses Neue aus dem Himmel herabkommen, im Bild einer Stadt, geschmückt wie eine makellos schöne Braut. Diese Stadt wird nicht von Menschen errichtet, sie helfen nicht einmal dabei mit. Die neue Stadt kommt direkt aus Gottes Welt, und darum ist sie heilig. Sie wird nicht von unten nach oben gebaut wie alle menschlichen Städte, sie kommt von oben herab. Ein herrliches Bild, das Sehnsucht weckt und zugleich Hoffnung. Fast zu schön, um wahr zu sein.
Hier drängen sich Worte auf, die Tanja Blixen über die Sehnsucht geschrieben hat: „Bis zu diesem Tag hat noch niemand gesehen, dass Zugvögel ihren Weg nähmen nach wärmenden Gegenden, die es gar nicht gäbe, oder dass die Flüsse ihren Lauf durch Felsen und Ebenen bahnen und einem Meer entgegen strömen, das gar nicht vorhanden wäre. Gott hat gewiss keine Sehnsucht erschaffen, ohne auch die Wirklichkeit zur Hand zu haben, die als Erfüllung dazu gehört.“