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Wegbegleiter Juli - Die Kunst des Zuhörens

Wegbegleiter Juli - Die Kunst des Zuhörens

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören,
langsam zum Reden, langsam zum Zorn.
Jakobus 1,19

Die Kunst des Zuhörens

Es ist bekannt, dass der erfolgreiche Fußballlehrer, Jürgen Klopp, für seine Spieler stets ein offenes Ohr hat, sich Zeit für sie nimmt, und sie ernst nimmt. Um Menschen zu verstehen, muss man ihnen zuhören können.
Aber den meisten von uns fällt es schwer, zuzuhören. Wie oft sind wir mehr mit unseren zeitgleich ablaufenden inneren Kommentaren und Bewertungen beschäftigt, als wirklich ganz Ohr zu sein für das, was uns unser Gegenüber mitzuteilen hat. Hinzukommt, dass wir ständig das Gefühl haben, unter Zeitdruck zu stehen. Schon während des Zuhörens legen wir uns eine entsprechende Antwort zurecht, anstatt zunächst das Gesagte einmal sacken zu lassen und reflektiert zu antworten. Oft unterbrechen wir den zu uns Redenden sogar, um schnell unsere Sicht der Dinge an den Mann zu bringen.
Doch aufmerksames Zuhören kann wahre Wunder bewirken und eine heilsame Wirkung haben. Wer hat noch nicht die Erfahrung gemacht, wie wohltuend es sein kann, jemanden zu haben, der einem „nur“ zuhört, wenn es einem schlecht geht. Das Gefühl, bei jemandem Gehör und Verständnis zu finden, hat schon so manches Häufchen Elend wieder zum Aufblühen gebracht. Zuhören wirkt für das Wachsen starker zwischenmenschlicher Beziehungen wie Dünger. Zuhören ist keine Zeitverschwendung. Diese vermeintlich unproduktive Zeit ist bestens investiert und zahlt sich aus.
Und das gilt erst Recht, wenn es darum geht, Gott zuzuhören. Wenn wir den Kontext obiger Bibelworte beachten, merken wir, dass dem Schreiber in erster Linie eins wichtig ist: Nimm dir Zeit, Gott zuzuhören.